Die S-Tabelle im TVöD
Für Beschäftigte kommunaler Arbeitgeber in Kitas, Schulsozialarbeit, Behindertenhilfe sowie Kinder- und Jugendhilfe gilt der TVöD mit einer eigenen Entgelttabelle für den Sozial- und Erziehungsdienst, kurz SuE. Die Gewerkschaft ver.di beschreibt ihn als Maßstab für Eingruppierung und Bezahlung in diesen Arbeitsfeldern.
Die Entgeltordnung der VKA ordnet jede Tätigkeit einer S-Gruppe zu. Erzieherinnen und Erzieher mit staatlicher Anerkennung und entsprechender Tätigkeit stehen in S 8a. Kinderpflegerinnen und Sozialassistenten mit staatlicher Anerkennung oder Prüfung sind je nach Tätigkeit in S 3 oder S 4 eingruppiert. Sozialarbeiterinnen und Sozialpädagogen mit staatlicher Anerkennung stehen in S 11b, bei schwierigen Tätigkeiten in S 12. Kita-Leitungen werden nach der Zahl der betreuten Plätze in höhere Gruppen eingestuft.
Stufen und Zulagen
Innerhalb jeder Gruppe steigt das Entgelt in Stufen mit wachsender Berufserfahrung. Nach dem Ratgeber Eingruppierung von ver.di gelten seit dem 1. Oktober 2024 verkürzte Stufenlaufzeiten.
Seit dem 1. Juli 2022 erhalten die meisten Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst eine monatliche Zulage: 130 Euro für Erzieherinnen und die übrigen Gruppen S 2 bis S 11a, 180 Euro für Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter. Dazu kommen Regenerationstage. Die Tarifeinigung von 2022 läuft bis zum 31. Dezember 2026. Was danach gilt, entscheiden die nächsten Tarifverhandlungen.
Wer als Praxisanleitung Auszubildende in Erziehung oder Kinderpflege betreut und dafür mindestens 15 Prozent der Arbeitszeit aufwendet, bekommt nach der Entgeltordnung für diese Zeit ebenfalls eine Zulage.
Freie und kirchliche Träger
Neben Kommunen betreiben Kirchen, Wohlfahrtsverbände, Elterninitiativen und private Unternehmen Kitas und Jugendhilfeeinrichtungen. Sie sind nicht automatisch an den TVöD gebunden und können eigene Tarife, kirchliche Arbeitsvertragsrichtlinien oder Einzelverträge anwenden. Manche übernehmen die S-Gruppen, andere nicht. Frag deshalb im Gespräch, nach welchem Regelwerk bezahlt wird, in welche Gruppe und Stufe du kommst und wie Berufsjahre bei anderen Trägern angerechnet werden.
Angebote vergleichen
Rechne Teilzeitangebote auf eine Vollzeitstelle hoch, bevor du sie nebeneinanderlegst. Frag außerdem, wie viel Zeit für Vorbereitung, Dokumentation und Elterngespräche im Dienstplan vorgesehen ist, wie viele Fortbildungstage es gibt und ob Überstunden durch Freizeit oder Geld ausgeglichen werden. Diese Punkte bestimmen, wie viel Arbeit hinter einem Gehalt steckt.
Gehälter auf dieser Seite
Beispiele für häufige Berufsbezeichnungen:
Teilzeit, Leitungsaufgaben und Zulagen verändern das Ergebnis; verbindlich ist erst der Arbeitsvertrag.